Charity Watch
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Die unabhängige Organisation Charity Watch, die die Spendenwürdigkeit von gemeinnützigen Vereinen unter die Lupe nimmt, berichtet am 23. Mai 2011 nach ausführlichen Recherchen und vielen Gesprächen mit allen Seiten über das Tierheim Regen und den Tierschutzverein. Die Autorin Karin Burger ist eine langjährige Insiderin und Kennerin der Tierschutz-Szene. Dies macht den Bericht so wertvoll, da er nicht nur die Verhältnisse im Tierheim und die verkrusteten Strukturen des Vereins beleuchtet, sondern auch die Rolle des Veterinäramts sowie des Deutschen Tierschutzbundes als zuständigem Dachverband - beide halten sich bislang vollkommen bedeckt und reagieren nicht auf unseren offenen Brief. Das Bild der Lage wird damit für uns und die Öffentlichkeit viel klarer und wir werden in vielen unserer Einschätzungen und Vermutungen bestätigt. Nachfolgend der Artikel in Auszügen, in voller Länge finden Sie ihn hier auf der Website von Charity Watch: http://www.charitywatch.de/index.asp?nv=534&id=1455
23.05.2011 von Karin Burger
Kreistierschutzverein Zwiesel-Regen-Viechtach e. V.Von rauhem Sturm auf neue Wege getrieben?
![]() REX hofft auf baldige Verbesserungen.
Bild: Sabine Macht
Der Kreistierschutzveren Zwiesel-Regen-Viechtach e. V. ist durch einen offenen Brief von Tierheimkritikern in die Schlagzeilen und die öffentliche Diskussion geraten. Die Fronten zwischen Vereinsvorstand und Kritikern sind verhärtet, eine zeitnahe Lösung ist nicht in Sicht. Die Kommunikation mit den Verantwortlichen gestaltet sich schwierig und ist nur über anwaltliche Vermittlung möglich. Das Veterinäramt kontrolliert das Tierheim regelmäßig und versucht im konstruktiven Dialog Verbesserungen zu erreichen. Die Anwältin des Vereins will sich jetzt für Veränderungen einsetzen.
(...) Beredtes Hundevotum. Zu den kritisierten Missständen im Tierheim gibt es über den offenen Brief hinaus jede Menge Aussagen und Schilderungen von Helfern, die sich hoch engagiert im Tierheim eingebracht hatten. Das ging in der Vergangenheit jeweils so lange gut, bis sie ihre Kritik offen vortrugen. Dem folgten in allen Fällen ein durch den Vorstand verhängtes Hausverbot im Tierheim sowie der Ausschluss aus dem Verein. Weit beredter noch legen die Betroffenen, die Tiere im Tierheim Pometsauer Mühle, Zeugnis ab: Mehrere, teilweise schon lange im Tierheim befindliche Hunde weigerten sich nach Rückkehr von einem Spaziergang, ihren Zwinger wieder zu betreten. Diese Tatsache wird vom Vorstand in einem Schriftwechsel mit den Kritikern auch nicht geleugnet. Die Konsequenz für die betroffenen Hunde: Sie wurden nicht mehr zu Spaziergängen herausgegeben. Selbst von der Sprecherin des Vorstands wird die Tatsache eingeräumt, dass der Pflegezustand der Tiere in der Vergangenheit nicht optimal gewesen sei. Statt regulärer Fellpflege bei den Hunden etwa standen bisher im Tierheim Pometsauer Mühle zweimal jährlich Scheraktionen an, bei denen die Hunde sediert und dann abgeschoren wurden. Auflagen Veterinäramt. Die Kritik am Tierheim, dessen Führung und den Zuständen dort besteht seit Jahren. Entscheidende Veränderungen konnten bisher nicht erreicht werden. Das Veterinäramt des Landkreises Regen, das zunächst jede Auskunft verweigert hatte, antwortete schließlich doch auf Fragen. In der Stellungnahme wird auf regelmäßige Kontrollen verwiesen: „Je nach Art und Umfang der festgestellten Mängel ergeht auch eine schriftliche Mitteilung, was bei den letzten drei Kontrollen der Fall war.“ Das bedeutet: Die zuständige Behörde hat Mängel festgestellt. Zu den angemahnten Mängeln etwa gehört das Phänomen, dass jahrelang im Tierheim kein Tierbestandsbuch geführt wurde. Das soll sich inzwischen geändert haben; jetzt führt man drei. Als Zukunftsperspektive skizziert die Stellungnahme der Fachbehörde: „Notwendige Verbesserungen im Bereich der Tierhaltung, des Managements und der Dokumentation wurden bisher im Rahmen des konstruktiven Dialogs und von konkreten Anordnungen erreicht und sind auch weiterhin Gegenstand unserer Arbeit.“ Das ist eine für ein Veterinäramt schon sehr klare Ansage, der zu entnehmen ist, dass es jetzt nicht mehr beim vorherigen Zustand bleiben wird, das Tierheim momentan der permanenten Kontrolle unterliegt und Veränderungen auch im Rahmen von konkreten Anordnungen zustande kommen. Restriktives Instrumentarium. Seit dem offenen Brief am 16. April 2011 ist viel passiert. Zunächst jedoch griff der Vorstand wieder in die Kiste des für ihn offensichtlich bewährten restriktiven Instrumentariums. Hatte man sich schon in der Vergangenheit lästiger Kritiker und hoch engagierter Helfer durch Vereinsausschlüsse und Hausverbote entledigt, kamen diese Maßnahmen erneut zum Zuge und wurden noch ergänzt durch reihenweise verschickte Unterlassungsverpflichtungserklärungen an die Unterzeichner des Briefs. Als exotischer Höhepunkt der absoluten Abschottung des Tierheims wurde ein generelles Fotografierverbot aller Tierheimtiere verhängt. Unter Verweis auf die strafrechtliche Verfolgung jeder Zuwiderhandlung, auch auf der Internetpräsenz des Vereins veröffentlicht, ist sogar das Ablichten der Tiere außerhalb des Tierheimgeländes verboten. Fatales Krisenmanagement. Die erste Reaktionsphase der Vereinsverantwortlichen auf die öffentlich gemachte Kritik bestand in aggressiver Gegenwehr. Auch der Dachverband des Vereins, der Deutsche Tierschutzbund (DTSB), erwies sich dabei nicht als kommunikativ oder ausgleichend wirksam. Presseanfragen etwa wurden nicht beantwortet. Abschottung auch hier. Dabei war der DTSB durchaus tätig und schickte über den Landesverband Bayern eine Expertin zur Besichtigung ins Tierheim. Der Besuch dieser Praktikerin hat weitreichende und positive Effekte bei den Verantwortlichen ausgelöst. Umso unverständlicher muss es bleiben, dass der Dachverband solche wirkungsvollen Interventionen und Hilfestellungen nicht nach außen kommuniziert, um dadurch zum Beispiel die Kritiker vor Ort etwas zu beruhigen. (...) CW-Meinung. Der Kreistierschutzverein Zwiesel-Regen-Viechtach e. V. befindet sich tief in der Krise. Die Strukturen, welche dafür verantwortlich sind, bestehen seit langer Zeit. Verschiedene Personen haben laut oder leise über Jahre hinweg versucht, an diesen Strukturen etwas zu ändern. Es ist ihnen nicht gelungen. Durch den offenen Brief der Aktionsgemeinschaft Tierfreunde Landkreis Regen ist das Problem jetzt öffentlich. Zarte Signale aus Richtung der Verantwortlichen deuten möglicherweise einen Wandel an. Veränderungen sind ganz dringend notwendig im Tierheim selbst, aber auch hinsichtlich des Zugangs der Öffentlichkeit zum Tierheim sowie im Umgang des Vorstands mit Mitgliedern, Helfern und Interessierten. Auch bei den Vermittlungsaktivitäten muss deutlich mehr geschehen. Bisher werden die zur Vermittlung stehenden Tiere des Tierheims nicht einmal im Internet angemessen vorgestellt. Zum aktuellen Zeitpunkt kann man zu Spenden für diesen Verein nicht raten. Das ändert sich in dem Moment, in dem die Verantwortlichen klar, verbindlich und dauerhaft Reformen einleiten. CharityWatch.de wird in einem halben Jahr darüber berichten, inwieweit aus zarten Absichtserklärungen im Mai 2011 handfeste Verbesserungen für die Tiere erwachsen sind.
Quelle: Charity Watch - www.charitywatch.de Link zum Artikel: http://www.charitywatch.de/index.asp?nv=534&id=1455
Ab ca. Juni 2011 weist das Tierheim Regen auf seiner Website unter "Presse" auf die ominöse Plattform sage-die-wahrheit.de hin, die angeblich die Wahrheit über Charity Watch kennen will und den Gründer und Chef von Charity Watch offen als Lügner bezeichnet. Im Impressum dieser Website ist ein gewisser Herr Harry Lermer in Adlkofen als Verantwortlicher genannt. Die Domainabfrage ergibt jedoch die Organisation "Animal Friends International", kurz AFI, als Domaininhaber. Diese Organisation braucht man nur zu googeln: penetranteste Mitgliederwerbung und Spendensammelpraxis, mehr als fragliche Gemeinnützigkeit, personelle Verflechtungen usw...
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